Tag 8 (22.07.2017)

Heute ging unsere tolle Ferienfreizeit in Lublin zu Ende.
 
Gestern durften wir alle länger schlafen, was ein Segen war, da wir alle ziemlich spät ins Bett gingen. Nach dem späten Frühstück hatten wir noch Zeit, die Taschen fertig zu packen. Bevor wir zum Busbahnhof gingen, ging es kurz wie beim Bundeswehr zu: Wir Betreuerinnen mussten feldwebelmässig auftreten, damit die Jugendlichen ihre Zimmer auch sauber und vernünftig hinterließen. Es gab anschließend eine Inspektion, wehe die Zimmer waren nicht vernünftig genug hinterlassen worden. Da waren einige kreativ, wie sie ihr Zimmer aufräumten. Da mussten wir wirklich lachen. Am Ende haben sie ein Lob verdient, so ordentlich wie heute haben wir ihre Zimmer die ganze Woche nicht gesehen.
Als alles erledigt war, was es zu erledigen gab, gingen wir zum Busbahnhof. Zu unserem Glück wurde unser Gepäck mit dem kleinen Bulli dahin gebracht, so dass wir nicht so viel tragen mussten. Auf dem Weg dahin haben wir uns noch schnell ein letztes Eis gegönnt.
Unser Bus kam pünktlich, es gab ein Abschied von den (hörenden) Jugendlichen aus Lublin, die uns die ganze Woche begleitet haben. Dabei flossen ein paar Tränen. Es wurden noch schnell ein (viele!) Erinnerungsfoto gemacht, zuletzt mussten wir Betreuerinnen die Jugendlichen zum Bus scheuchen. Die 20-stündige Fahrt haben wir mit plaudern, schlafen - was nicht so gut geklappt hat - und mit dem Handy rumdaddeln verbracht. Dafür dass wir "ewig lange" im Bus sitzen mussten, haben die Jugendlichen sich verhältnismässig ziemlich gut benommen. Zuletzt haben wir immer wieder auf Handy geschaut, wie weit wir es noch haben. Heute vormittag kamen wir in Wuppertal an, einige wurden abgeholt, einige mussten noch mit einer der Betreuerinnen mit dem Zug heim fahren. Auch wenn die Reise sehr schön war und sie zu Ende ging, waren wir ziemlich müde und wollten nur noch heim. Diese Reise wird uns allen lange in Erinnerung bleiben. Wir Betreuerinnen möchten uns, auch im Namen der Jugendlichen, für die Kooperation zwischen Kraft der Stille e.V. und Caritas Wuppertal/Solingen e.V. und Caritas Lublin vom ganzen Herzen danken, denn sie haben diese Reise ermöglicht.

Tag 7 (21.07.2017)

Den Tag haben wir mit einem Rückblick von den Workshops begonnen. Es wurde eine Installation von den gebastelten Lampen mit einem Kurzfilm im Hintergrund gezeigt. Ein Fernseherteam war auch da. Das war für uns Betreuerinnen überraschend, wir mussten uns schnell umziehen. Wir wollten uns ja nicht in kurzen Sporthose oder gemütlichem T-Shirt präsentieren und haben noch rechtzeitig geschafft. Den Jugendlichen war's egal.
Nach einer kurzen Filmvorführung und der Dankesrede an allen Beteiligten gingen für die Jugendlichen ein Wunsch in Erfüllung: für ca. 3 Stunden alleine in kleinen Gruppen shoppen gehen. Da wir eine WhatsApp-Gruppe haben, können wir ab und zu mitbekommen, was sie denn so machen. Alle kamen pünktlich zurück und zeigten uns stolz ihre Ausbeute.
Nach dem Mittagsessen haben wir ein Film auf Leinwand im Theatersaal geschaut. Dann haben wir beim Abendbrot Geburtstag von einem Jugendlichen gefeiert mit einer Torte. Zum Schluss nahmen die Jugendlichen die Urkunden in Empfang. Es war interessant zu sehen, wie sie auf einmal aufrechter und stolz gingen.
Auf Bitten der Jugendlichen haben wir einen kurzen Einkaufsbummel erlaubt, wieder kamen alle pünktlich zurück.
Den Abend haben wir mit Spiele und Unterhaltung, bzw. Nägel lackieren ausklingen lassen.....

Tag 6 (20.07.2017)

Wieder begann der Tag mit einem Workshop, aus den bisher gemalten Papieren haben die Jugendlichen Lampen gebastelt mit spezieller Falt-Technik. Daran hatten sie Spaß. Gegen Mittag hatten sie eine Stunde Freizeit. Wir Betreuerinnen haben gedacht, fast alle möchten im Zimmer ausruhen. Falsch gedacht, viele wollten zum Einkaufszentrum in der Nähe, um Geld zu wechseln und einige Sachen zu kaufen. Mittlerweile sind sie Profis im Umrechnen zwischen Euro und Zloty.
Nach dem Mittagsessen fuhren wir mit dem Bus zum Klettern. Als wir ankamen, fiel das Klettern wortwörtlich ins Wasser, es hat angefangen zu regnen und gewittern. Zuerst haben wir versucht, trocken zu bleiben, aber es war zwecklos, dafür hat es zu stark geregnet. Komischerweise hat sich keiner über das Wetter beschwert, die meisten hatten sogar auch Spaß dabei. Irgendwann waren wir total durchgenässt, dass es egal war, dass wir duch die Pfützen, die hier bis zu 10cm tief sind, wateten oder das Spritzwasser von vorbeifahrenden Autos uns richtig erwischt hat. Einige, die ohnehin nass sind, haben versucht auf einem Fußgängerweg durch eine riesige tiefe Pfütze zu "schwimmen". Auf welche Ideen man manchmal kommt?!

Hier angekommen ging es erstmal zur heißen Dusche und dann haben wir was warmes gegessen. Abends haben wir zusammen Spiele gemacht und viel Spaß dabei. Wir haben bis zum Bauchschmerzen gelacht.... viele fühlen sich hier wohl und integriert, und schon ein bisschen traurig, dass wir hier vorletzten Abend haben.

 P.S: Der mit dem Verband um das Bein hat sich ausdrücklich gewünscht, dass wir dieses Foto hier zeigen. Und keine Sorge, es sieht nur schlimmer aus als es ist (sieht man ja, wie gut drauf er ist). Es ist nur eine Prellung, wir haben Salbe und Verband drauf getan.

Tag 5 (19.07.2017)

Wie immer begann der Tag nach dem Frühstück mit einem Workshop, diesmal "Body-Percussion", da werden die Klänge mit dem eigenen Körper mithilfe Händen, Füssen und Finger erzeugt. Zu Anfang haben die Jugendlichen mit einfachen Reihenfolge geübt, dann wurde es komplizierter. Das haben sie auch gut gemeistert. Zum Abschluss haben sie Bilder mit Wasserfarben und Strohhalme, Feder, Schwamm, etc. gestaltet. Danach hatten sie etwas Freizeit, da konnten sie im Zimmer ausruhen, kurz etwas kaufen in der Nähe oder mit anderen spielen.
Nach dem Mittagsessen fuhren wir alle mit dem Bus zur Trampolin-Halle. Zuerst war Aufwarmübungen und Dehnen angesagt, das fanden die Jugendlichen nicht so toll, die Erklärung darüber, dass so dadurch zu weniger Verletzungen kommt, haben sie zwar akzeptiert, wenn auch mit wenig Begeisterung. Zu groß war wohl der Wunsch, endlich hüpfen zu können. Der Trainer hat sie aber gut motivieren können, dass alle wirklich mitgemacht haben! 2 Stunden lang haben sie mit viel Spaß gehüpft und waren fast traurig, als wir zurück mussten. Nach dem Abendessen liessen wir den Tag mit Karten spielen und plaudern ausklingen.
Jetzt schlafen alle Jugendliche (hoffentlich :-)), wir Betreuerinnen dürfen noch diesen Bericht schreiben und für morgen einiges vorbereiten. Was auf dem Programm steht, erzählen wir morgen.

Tag 4 (18.07.2017)

Wieder gab es heute morgen Workshop mit den verschiedenen Klängen, z.B Gong. Erst entspannten wir uns und ließen uns von den Klängen treiben, dann haben wir gemalt, was wir dabei empfungen haben (oder auch nicht). Wir haben lange und viel gemalt, daraus wollen wir morgen Lampen basteln.

Nach dem Mittagsessen waren wir dann schwimmen, aber nicht alle. 3 Jugendliche (deutsche und polnische) wollten lieber shoppen gehen. Wir sind alle zuerst gemeinsam zur Schwimmhalle gegangen. Dort mussten die Jugendlichen erst halbe Stunde warten, bevor sie ins Wasser konnten, weil wir Betreuerinnen an der Kasse über den Preisen diskutierten und "feilschten".... kaum war das geklärt, sind die Jugendlichen fast zur Umkleide gerannt. Sie haben lange geschwommen und ausgetobt dort. Die 3 jugendlichen waren mit einer anderen Betreuerin einkaufen und irgendwo essen. Wir, die Schwimmer, waren erst ca. 21 Uhr wieder zurück, müde aber zufrieden. Den restlichen Abend verbrachten die Jugendlichen mit Plaudern und Späßen. Wir sind schon gespannt auf morgen.

P.S: Um ehrlich zu sein, haben wir Betreuerinnen uns nicht von den Klängen treiben lassen und gemalt - wir haben uns stattdessen auf einem Sofa gemütlich gemacnt. Aber pssst.....

Tag 3 (17.07.2017)

Nach dem Frühstück fuhren wir zusammen mit einigen gehörlosen Jugendlichen aus Lublin mit dem Klein-Bus zum Trommel-Workshop. Was genau wir da gemacht haben, wollen wir noch nicht verraten, nur dass es außerhalb von Lublin, fast mitten im "Wald", war und es keine richtige Toilette gab. Für die Jugendliche sehr ungewohnt. Insgesamt hatten wir viel Spaß.
Nach dem Mittagsessen gingen wir zur Eis-Halle (Schlittschuhe fahren), nur um dort dann zu sehen, dass die Halle geschlossen ist. Spontan sind wir dann zum "Escape-Room" gegangen. Dort wurden die Jugendliche in eine  Raum "eingesperrt"; sie mussten getrennt in 2 Teams nach Hinweisen suchen und Spuren folgen, um am Ende, wenn sie die Lösung gefunden haben, rauszukommen. Sie hatten eine Stunde Zeit dafür. Sie waren sehr aufgeregt am Anfang, da sie das Spiel alleine ohne Betreuer machen durften, und das Spiel gab es nur in Englisch. Am Ende kamen sie sehr begeistert raus und fanden das super! Welches Team hat gewonnen? Girls or boys??? Oder keiner?

 Nach dem Abendessen wollten die Jugendliche erst nicht so gern Teamspiele machen, erst motzten sie rum. Am Ende wollte keiner aufhören, alle wollen plötzlich weiter spielen....?!? Teenager eben ;-)
Wir wünschen schönen Abend, bis morgen!

Tag 2 (16.07.2017)

 Nach 16 Stunden Fahrt kamen wir endlich in Lublin an. Nach dem Tasche auspacken im Caritas Lublin -die Jugendlichen haben übrigens viel größere Zimmer als wir Betreuerinnen - und nach dem Mittagsessen gingen wir in die Stadt. Uns haben die 4 Jugendliche aus Lublin begleitet, um uns die Stadt zu zeigen. Auch wenn sie hörend waren und nicht gebärden können, haben wir uns gut verständigen mit paar polnischen Wörter, englisch deutsch und "mit Händen und Füßen" können. Wir haben riesigen polnischen Eis gegessen und am Brunnen mit Wasser gespritzt. Jetzt, nach dem Abendessen, spielen die Jugendlichen draußen im Hof und im Haus, während wir die Betreuerinnen faul unseren Tee genießen... wir freuen uns schon sehr auf einem richtigen Bett :) Gute Nacht wünschen wir allen .....

Tag 1 (15.07.2017)

Termine 2017

Treffclub für gehörlose Migraten in Solingen

 

18.02.2017

 

11.03.2017

 

22.04.2017

 

13.05.2017

 

02.09.2017

 

21.10.2017

 

25.11.2017

 

09.12.2017

 

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Gehörlosengruppe

 

09.09.2017

 

07.10.2017

 

11.11.2017

 

16.12.2017

 

Unsere Partner

Russischer Verein für Gehörlose in Berlin e.V.

http://rvgb-ev.ucoz.de/

 

Integrations- und Kulturverein "Lerche" e.V.

 

Wuppertaler Elternverein 3x3 e.V.

http://www.3x3-elternverein.de/

 

Russisches Kulturzentrum für Kinder und Erwachsene "Solnischko" e.V.

http://www.solnischko.de/